Ich arbeite mit gewachsenen, inhabergeführten Unternehmen, wenn Verantwortung zwar verteilt ist, im Alltag aber trotzdem zu viel an einzelnen Personen hängt.
Das zeigt sich besonders in zwei Situationen. Nach einer Nachfolge ist formal vieles geklärt, der bisherige Inhaber wird bei wichtigen Entscheidungen, Kundenfragen oder Sonderfällen aber weiter gebraucht. Oder es gibt längst eine zweite Führungsebene, Konflikte, Rückfragen und Entscheidungen landen trotzdem regelmäßig wieder bei Inhaber oder Geschäftsführung.
Dann arbeite ich mit dem Unternehmen an den Stellen, an denen diese Abhängigkeit konkret sichtbar wird: bei Entscheidungsräumen, Wissen und Kontext, gewachsenen Beziehungen sowie der Zusammenarbeit zwischen Verantwortungsbereichen. Wir beginnen in einem klar begrenzten Teil des Betriebs und probieren erste Veränderungen direkt im Alltag aus.
Die Grundlage dafür sind 15 Jahre eigene Verantwortung als Geschäftsführer und Unternehmensnachfolger. Nach einer ungeplanten Übernahme habe ich ein wirtschaftlich angespanntes Softwareunternehmen gemeinsam mit dem Team stabilisiert und weiterentwickelt. 2025 konnte ich es so verkaufen und übergeben, dass der laufende Betrieb nicht mehr auf meine tägliche Mitwirkung angewiesen war.
Rechtliche, steuerliche, finanzielle und transaktionsbezogene Fragen gehören dabei zu den jeweiligen Fachleuten.